Eltingviertel im Essener Norden

Das Eltingviertel ist Teil des Essener Nordviertels und grenzt im Norden an die Innenstadt. Es ist über mehrere Linien u. a. von der Haltestelle „Am Freistein“ in ca. 7 Minuten vom Hauptbahnhof zu erreichen. Benannt ist das Viertel nach dem Sägewerkbesitzer Hermann Elting, der das Viertel gegen Ende des 19. Jahrhunderts unweit der damaligen Zeche Victoria Mathias errichten ließ. Die gründerzeitliche Bebauung ist in weiten Teilen erhalten oder wurde nach dem Krieg originalgetreu rekonstruiert. Im Zentrum liegt der Eltingplatz, der ursprünglich die Funktion eines Marktplatzes erfüllte. Wie viele andere gründerzeitliche Arbeiterquartiere zeichnet sich das Gebiet durch eine Mischnutzung (Wohnen und Gewerbe) aus. Dementsprechend befinden sich im Gebiet auch Ladenlokale, die z. B. als Kiosk, Bäckerei, Atelier, Imbiss oder Jugendtreff genutzt werden und damit überwiegend die alltägliche Versorgung der Bewohnerschaft sichern.

 

Ein Blick in die amtliche Statistik der Stadt Essen zeigt: das Nordviertel hat ca. 8 700 EinwohnerInnen (zum Vergleich: Essen hat ca. 580 000 EinwohnerInnen), von denen ein Großteil auf das darin befindliche Eltingviertel entfällt. Die übrige Fläche wird vor allem durch die Universität und Gewerbeparks genutzt. Es handelt sich um einen der jüngsten und kinderreichsten Stadtteile in Essen. 22% der Haushalte mit Kindern haben drei oder mehr Kinder. Jeder dritte Haushalt mit Kind ist alleinerziehend. 38% der BewohnerInnen beziehen existenzsichernde Leistungen und 69% der unter 15-jährigen leben in Haushalten, die Grundsicherung für Arbeitssuchende beziehen. Beides sind Indikatoren für eine im gesamtstädtischen Vergleich erhöhte Armut.