Sophie, Julia und Jonny

Ziel des Teams: Den nachbarschaftlichen Austausch durch das Weitergeben von nicht mehr gebrauchten Gegenständen anregen.

Erkenntnisse der Forschungsphase: Im Essener Eltingviertel gibt es einige Sperrmüllecken, an denen häufig auch gut erhaltene Kleidung, Bücher oder Deko abgelegt werden. Wie können diese Gegenstände nicht mehr als Müll, sondern als Geschenk für andere Nachbarn wahrgenommen werden? Auf der Suche nach einem vor Wetter und Zerstörung geschützten Ort für diese Gegenstände kam Mattis Kiosk in Frage, welches als ein zentraler Treffpunkt im Viertel fungiert. Hier wurde ein „Tauschkoffer“ als einen Ort der Viertelfundstücke aufgestellt. So wird die Begegnung zwischen SchenkerIn und Beschenktem möglich und auch weiterer, immaterieller nachbarschaftlicher Austausch wird angeregt.

Ergebnisse der Projektphase: Das Konzept des Schenkens von Gegenständen wird gemeinsam mit der Nachbarin Julia weiterentwickelt. Auch der Kioskbesitzer Matti und ein weiterer Nachbar, Jonny, helfen bei ersten Feldexperimenten und bei der Umsetzung.
Nach mehreren Beobachtungen und Unterhaltungen am Kiosk haben wir das Konzept um eine „Suche und Biete“-Pinnwand erweitert.

„Ich würde aber gerne meine Waschmaschine verschenken.“

„Der Koffer ist einfach zu klein!“

Im Zuge von weiteren Versuchsreihen wird die Umsetzung der Fundorte an die unterschiedlichen Ortsmerkmale öffentlich (Kiosk), halböffentlich (Kinder-und Jugendtreff) und privat (Hausflur) angepasst. Jonny, der ebenfalls Lebensmittel bei Foodsharing rettet, hat bereits eine eigene Hausflurbox aufgestellt.

„Als ich gegangen bin, hab ich zwei Kakis reingelegt und als ich wiedergekommen bin, lagen zwei Äpfel drin.“

Wie unterscheiden sich die verschiedenen Fundorte darin, welche Gegenstände verschenkt werden und wie die Nachbarn damit umgehen? Wie kann die individuelle Gestaltung dieser Orte zu einem gemeinschaftlicheren Schenkerlebnis beitragen?

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